Zeitkonzepte I - 26./27. 3. 2020
Zeit – Zeitbeobachtung und Zeitmanagement von der Spätantike bis zum 21. Jahrhundert
Zeitbeobachtung – Zeitmessung Zeitempfinden – Pünktlichkeit
aber auch andere Aspekte werden besprochen:
Zeit der Laien, Zeit der Kirchen, Zeit im Kloster,
Zeit zwischen Stundenlohn,
Tageslohn und Jahresbudget,
Technologien der Zeitmessung,
Wer schreibt die Zeit auf?
Tagungsort:
Stift Melk
Organisation:
Meta Niederkorn,
P. Martin Rotheneder, Stift Melk
Collage aus Metronom von Johann Nepomuk Mälzel, Paris 1815 Wien, Kunsthistorisches Museum, Sammlung alter Musikinstrumente (Neue Burg) Leihgabe der Gesellschaft der Musikfreunde Wien, I. N. 497 und Source gallica.bnf.fr / Bibliothéque de France. Département des Manuscits Latin 10837.
Programm 26.3. - 27.3.2020
Donnerstag, 26.3.2020
09:00 - 09:30: Ankommen –
09:45 – 10:45
META NIEDERKORN-BRUCK: Verschriftlichung der Zeit - Beobachten, Bemessen, Festhalten (Einführung)
RALF ANDRASCHEK: „Vergangenheit“ suggeriert fallweise „Zeitlosigkeit“. - Ortsansichten und „Anachronismen“
11:00 – 13:00
ARNOLD HANSLMEIER: Das Universum - ein vierdimensionales Raum- Zeit Kontinuum
REIKO MAEJIMA: Lunar Observation, Prediction, Astrology, and Lunisolar Calendar in the Neo Assyrian Empire
STEFAN SCHIMA: Ein unterschätztes Thema? Das Konzil von Nizäa (325) und die Osterterminfrage
Gem. Mittagessen der Referenten 14:00 – 15:30
JOSEPH BERNAER: „Kapiteloffiziumbücher. The possible impact of the Melker Reform on the Culture of Memoria.”
TOM GAENS: What Is so ‘Modern’ About ‘Modern-Day Devotion’? Concepts of Modernity, Temporality, and Eternity in the Later Medieval Low Countries
PATRICK FISKA: Das Gaminger Reliquienverhältnis und sein Verhältnis zur Zeit
15:45 – 16:50
ERNST GAMILLSCHEG: Jahreszeiten. Chronologische Systeme und ihre Bedeutung im Lauf der Geschichte
DANIEL LUGER: Zwischen Actum und Datum – Zur Datierung von Urkunden im Mittelalter
JOHANNES DEIBL: „Das thut mir von hertzen zorn / Das Ich die zeit hab verlorn" - Die Zeit als narratologischer und motivischer Komplex in Kaiser Maximilians >Theuerdank<
17:00 HAUSTERMIN
und gemeinsames Abendessen der Referenten
Freitag, 27.3.2020
09:00 – 10:30
CHRISTOPH PAULUS: Duratio mundi oder: Warum streiten sich zwei Mönche um 130 Jahre Weltgeschichte
JAKOB DEIBL: Zwischen liturgischer und mechanischer Zeit. Leibniz als Vermittler
ANNA ECHTERHÖLTER: Zeiträume der Welt. Christian Ludwig Idelers "Handbuch der mathematischen und technischen Chronologie" (1825/26)
10:50 – 12:45
MIJA OTER GORENČIČ: Zeitzeichen im Mikrokosmos des mittelalterlichen Kreuzgangs
NORA PAERR: "Zeit von den Gestirnen - astronomischer Instrumentenbau und sein historischer Hintergrund".
GEORG ZOTTI: Instrumentenbau an der Universität Wien – die Zeit wird bemessen.
Gemeinsames Mittagessen der Referenten
14:00 – 17:15 (mit Pause )
JOHANNA SCHAUER BERG: Circadiane Rhythmik - die innere Uhr des Menschen, GEORG GRÜNBERG: Die Zeit bei den Guarani
KATHRIN PALLESTRANG: Zeitmesser und Zeitwahrnehmung – vom Leben mit natürlichen Rhythmen zu einer neuen Entschleunigung in der Gegenwart?
Publikation
ZEITKONZEPTE I
Zeit- und Zeitvorstellungen von der Spätantike bis zum 21. Jahrhundert
Meta NIEDERKORN
Zeit – Zeitbeobachtung und Zeitmanagement von der Spätantike bis zum 21. Jahrhundert oder: vom Stundenbuch zur verrechneten Zeit
Dr. P. Gottfried zum 70. Geburtstag
Ernst GAMILLSCHEG
Editorial
Arnold HANSLMEIER
Die Zeit – aus der Perspektive der Physik (mit Abb. 1-6)
Ralf Andraschek HOLZER
Topographische Ansichten und „Zeitlichkeit“ (mit Abb. 1-22)
Jakob DEIBL
Zwischen liturgischer und mechanischer Zeit. Leibniz als Vermittler
Ernst GAMILLSCHEG
Jahreszeiten. Chronologische Systeme und ihre Bedeutung im Lauf der Geschichte
Stefan SCHIMA
Ein unterschätztes Thema? Das Konzil von Nizäa (325) und die Osterterminfrage
Daniel LUGER
Zwischen Actum und Datum – Zur Datierung von Urkunden im Mittelalter
Nora PAERR
„Zeit & Maß“ – astronomischer Instrumentenbau und sein historischer Hintergrund? (mit Abb. 1-4)
Meta NIEDERKORN
Das Ringen um die Zeit – Verschriftlichung und andere Strategien, Zeit festzuhalten (mit Abb. 1-10)
Johannes DEIBL
„Das thut mir von hertzen zorn / Das Ich die zeit hab verlorn“ – Die Zeit als narratologischer und motivischer Komplex in Kaiser Maximilians >Theuerdank<
Cover von Codices Manuscripti& Impressi, Zeitschrift für Buchgeschichte, Zeit - Zeitbeobachtungen und Zeitmanagement von der Spätantike bis zum 21. Jahrhundert, Heft 125/126, März 2021.